Gestern sind Raphi und ich dann endlich aus dem Central Hostel in unser neues Domizil in 40th Avenue Vancouver gezogen. Nach nur zwei Tagen haben wir unser Zimmer ausgemacht. Eine nette Philippinerin - Rhodora - und ihre Freundin - Lisa - haben uns freundlich in einem Haus mit noch zwei weiteren Zimmern aufgenommen. Heute ist Friederike, nach ihrem Weihnachtsurlaub zu Hause, angekommen. Sie ist aus Deutschland und macht noch bis Mai hier ein Praktikum. Morgen wird dann noch für ein paar Wochen ein Guy aus Vancouver Island zu uns stoßen. Six people under one roof! Multi Kulti, das gefällt mir. Es ist auch sehr gemütlich hier. Rhodora hat alles eingerichtet, Wireless Lan ist vorhanden und Raphi und ich teilen uns ein Zimmer mit eigenem Badezimmer. Nur zum Duschen müssen wir raus.
Vorgestern hatten wir bei SWAP unsere "Orientation". Gemeinsam mit 60 anderen Neuankömmlingen haben wir so einiges über Vancouver, das Wohnen und Arbeiten hier, über Handys und Bankkonten usw. gehört und uns gleich für den Trip zum Snow Tubing gestern Freitag angemeldet.
Snowtubing:
Nach diesem anstrengenden Tag gestern - Siedeln, Shopping und Snow Tubing - hab ich es endlich mal geschafft, bis halb Neun zu schlafen - JUBEL - ist nicht so das Wahre, wenn man immer um 5 Uhr Früh putzmunter ist. Zwar eignet sich diese Zeit hervorragend dazu, mit zu Hause zu Skypen, aber jeden Abend hier zu verschlafen ist wohl auch nicht besonders empfehlenswert.
Heute war ein ruhiger Tag... wir waren gemeinsam mit Rhodora und Lisa shoppen, das Nötigste für die Körperpflege, was wir halt so brauchen. Einkaufen ist ziemlich anstrengend hier. Alles Neu, rieisige Stores, oder kleinere, dafür chinesische Geschäfte. Asiatisch ist hier überall zu finden und in unserem Viertel und darüber hinaus alltäglich. Manchmal denke ich, ich bin auf einem anderen Kontinent gelandet. Aber alle sind sehr freundlich, auch wenn ich den Akzent nicht immer verstehen kann.
Apropos freundlich, dass muss mal gesagt werden: die Busfahrer/innen hier sind unglaublich freundlich, vor allem, wenn man GVB-Standards gewohnt ist. Sie erklären einem alles geduldig, sind interessiert, woher man ist, wünschen einem alles Gute und lassen einen auch mal ohne Ticket fahren, weil wir es verschwitzt haben, ein Ticket für 2 Zonen zu besorgen.
Morgen ist Sonntag, der Tag des Herren. Wir werden ihn ehren und nochmals eher ausschlafen und faulenzen, uns aklimatisieren und es uns einfach gut gehen lassen, bevor wir am Montag mit der Jobsuche beginnen... hoffentlich klappt das alles so gut, wie bisher?!